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Foto: LubosHouska, Pixabay

Gemüsegärtner oder Gemüsegärtnerin werden – gib deiner beruflichen Karriere einen Vitaminschub

14. November 2022

Die Nachfrage nach gesundem Gemüse steigt kontinuierlich, insbesondere nach Produkten aus nachhaltiger, deutscher Produktion mit kurzen Transportwegen. Als Gemüsegärtner oder Gemüsegärtnerin sorgst du deshalb nicht nur für ein jederzeit reichhaltiges und frisches Angebot, sondern erlernst auch einen Beruf mit Zukunft. Du ermöglichst deinen Mitmenschen einen gesunden Vitaminkick aus heimischer Erde und sorgst mit deiner Tätigkeit für Frische und Abwechslung im täglichen Speiseplan.

Gemüsegärtner oder Gemüsegärtnerin werden–
das heimische Gemüsesortiment ist groß

Es ist nicht schwer, eine abwechslungsreiche und gesunde Gemüsekost sicherzustellen: Ob Wurzel-, Zwiebel-, Blatt- oder Fruchtgemüse, Kohl oder Zuchtpilze – als Gemüsegärtner oder Gemüsegärtnerin bringst du frische Kräuter, knackige Salate und saftige Tomaten frisch auf den Tisch. Das Sortiment, mit dem du es zu tun haben wirst, ist groß: In manchen Ausbildungsbetrieben werden täglich bis zu 60 verschiedene Gemüsearten frisch geerntet. Das Sortiment reicht von Salat- und Kohlarten über Wurzel- bis hin zu Fruchtgemüse wie beispielsweise Gurken. Besonders spannend ist der Anbau von Tomaten ohne Erde: 

Gemüsegärtner oder Gemüsegärtnerin werden–
spannende Aufgaben erwarten dich 

Bei dieser Anbaumethode wachsen die Tomatenpflanzen im Gewächshaus auf Kokosmatten, um den Ertrag zu steigern. Neben dieser und weiteren Anbaumethoden führst du Pflanzungen und Direktsaaten durch, kultivierst Jungpflanzen und sorgst für die fachgerechte Düngung und Bewässerung. Als Gemüsegärtner oder Gemüsegärtnerin bist du Experte oder Expertin für den Anbau und die Pflege von Gemüse und Kräutern aller Art. Dabei hilft dir auch moderne Technik.

Gemüsegärtner oder Gemüsegärtnerin werden–
zwischen digitaler Technik und grünem Salat

Statt Listen auszudrucken, stehen in vielen Ausbildungsbetrieben Tablet-PCs im Gewächshaus, um Bestellungen für Kunden zusammenzustellen. Kommissionierung heißt das in der Händlersprache und zählt zu deinen vielfältigen Aufgaben. Auch bei anderen Tätigkeiten unterstützt dich digitale Technik. Die meiste Zeit wirst du als Gemüsegärtner oder Gemüsegärtnerin allerdings mit dem Anbau verschiedener Gemüsearten verbringen, z. B. mit dem Anbau von Salat. Salat wird oft wöchentlich neu ausgesät, von April bis November, und ständig frisch geerntet. Du schneidest die Köpfe auf dem Feld ab, entfernst grobe Verunreinigungen und legst sie auf ein Förderband, das die Salatköpfe zum Versand transportiert. Dort werden sie dann in Kisten verpackt. Was nicht an Großmärkte, den Einzelhandel oder direkt an die Verbraucher geht, wird für den späteren Verkauf fachgerecht eingelagert.

Gemüsegärtner oder Gemüsegärtnerin werden–
konkrete Nachhaltigkeit durch biologischen Pflanzenschutz

In Ausbildungsbetrieben erfährst du auch wichtige gärtnerische Grundlagen für ein Produkt- Marketing mit Bio-Qualität. Chemische Pflanzenschutzmittel dürfen hierbei nicht zum Einsatz kommen. Stattdessen lernst du als Gemüsegärtner oder Gemüsegärtnerin den Umgang mit Nützlingen kennen. Das sind Insekten, die Schädlinge auf natürliche Weise bekämpfen. So helfen z. B. Florfliegenlarven gegen Blattläuse und Schlupfwespen gegen die Weiße Fliege. Das nötige Fachwissen erlernst du in deiner Ausbildung. Du lernst auch Züchtungen kennen, die eine hohe Krankheits- und Schädlingsresistenz aufweisen und daher kaum Maßnahmen für den Pflanzenschutz benötigen.

Gemüsegärtner oder Gemüsegärtnerin werden–
in deiner Ausbildung erwirbst du fundierte Produkt- und Marketingkenntnisse

Bei der professionellen Beratung von Kunden in Verkaufsräumen oder am Marktstand kommt dir als Gemüsegärtner oder Gemüsegärtnerin nicht nur dein Produktwissen zugute, sondern auch deine Kenntnisse in den Bereichen Werbung, Verkaufsförderung und Gesprächsführung, die du in der Ausbildung erwerben wirst. Dabei kommt es nicht auf den Ausbildungsbetrieb an: Ob konventioneller Betrieb oder Biohof, Freilandanbau oder hochmoderne Gewächshaustechnik – die dreijährige Ausbildung bietet dir immer für deine berufliche Zukunft viele Perspektiven. Nachdem du deine Ausbildung zum Gemüsegärtner oder Gemüsegärtnerin beendet hast, kannst du sowohl in spezialisierten Gemüsebaubetrieben als auch in landwirtschaftlichen Betrieben mit Gemüseanbau arbeiten.

Gemüsegärtner oder Gemüsegärtnerin werden–
ein sicherer Arbeitsplatz mit vielfältigen Aufstiegsmöglichkeiten 

Gemüsegärtner oder Gemüsegärtnerin ist ein Beruf mit Zukunft – zu essen brauchen die Menschen schließlich immer. Soziale Bewegungen, wie z. B. ‚Urban Gardening‘, ‚Urban Farming‘ oder ‚Roof Gardening‘ zeigen außerdem den Bedarf deiner Mitmenschen, auch in der Stadt Tomaten, Paprika, Kürbispflanzen oder andere Gemüsearten für den eigenen Bedarf zu kultivieren. Deine beruflichen Perspektiven und Aufstiegsmöglichkeiten als Gemüsegärtner oder Gemüsegärtnerin sind daher nicht nur vielfältig, sondern auch zukunftssicher. Eine Spezialisierung auf die Kundenberatung ist ebenso möglich, wie die Fortbildungen zum Meister oder Techniker oder gar der Weg in die Selbstständigkeit. Weitere Karrieremöglichkeiten eröffnet ein Gartenbaustudium. 


Wenn du dich für eine gärtnerische Ausbildung zum Gemüsegärtner oder Gemüsegärtnerin interessierst, findest du weitere Informationen unter:

https://beruf-gaertner.de/ und https://www.g-net.de/mensch-und-pflanze.html